You are currently viewing Warum ich als dreifache Mutter ein eigenes Unternehmen gründete

Warum ich als dreifache Mutter ein eigenes Unternehmen gründete

Glaubst du wirklich, dass es eine gute Idee ist, als Mama von 3 Kindern ein eigenes Unternehmen zu gründen? Das wurde ich in den ersten Wochen nach meiner Gründung und auch heute noch oft gefragt.Meine Antwort ist klar: Ja! Denn das Mama sein ist einer der besten Gründe dafür ein eigenes Unternehmen zu gründen und das in vielerlei Hinsicht.

Die Flexibilität des selbstbestimmten Arbeitens

Fangen wir bei den ganz praktischen Argumenten an: Ich kann arbeiten, wann und wo ich will. Letzte Woche war der Kindergarten an den 2 Tagen nach dem Feiertag geschlossen. Also habe ich meine Kinder ins Auto gepackt und bin mit ihnen auf einen Bauernhof ins Sauerland gefahren. Mein Laptop war mit im Gepäck und wurde genutzt, als es gepasst hat. Morgens um 6 als meine Kinder noch schliefen oder in der Zeit, als sie ganz viel Spaß im Kinderclub hatten.

Wäre das als Angestellter so einfach möglich gewesen…vielleicht, aber meiner Erfahrung nach wird es zwar meistens so dargestellt, aber dann doch nicht gerne gesehen.

Mein Arbeitstag endet in der Regel auch um 16:15 Uhr, denn dann muss ich die Kleinen vom Kindergarten abholen, in einer Niederlassung mit Öffnungszeiten von 8-17 Uhr schwierig.

Natürlich ist es gerade bei Messen oder Abendveranstaltungen und natürlich sind es auch oft nicht nur die 8 Stunden sondern auch mal hier und da ein Linkedin Beitrag am Wochenende oder eben im Urlaub.

Qualität statt Quantität im Umgang mit Kunden genauso wie in der Zeit mit den Kindern

ABER so wie es in der Personalberatung viel zu oft mehr um Quantität statt um Qualität geht, sehe ich hier auch die Qualität der Zeit die ich mit meinen Kindern verbringe als viel wichtiger an.

Denn in den letzten Jahren in denen ich in Konzernen gearbeitet habe, ging es mir oftz nicht wirklich gut, mit denen gegeben Umständen die ich nicht änern konnte sondern hinnehmen musste. Das hat dazu gefürht, dass es mir auch in der Zeit, die ich mit den Kindern verbingen konnte nicht gut ging und zwar phsiysch da war, mich aber nicht auf sei einlassen konnte.

Jetzt sind zwar meine Kinder immer noch die letzten, die im Kindergarten abgeholt werden, aber ich bin viel entspannter und kann die Zeit mit Ihnen wirklich genießen.

Denn der negative Stress, den ich oft erlebt habe ist weg. Mein Leben ist zwar immer noch stressig, aber es ist jetzt ein positiver Stress, denn meine Arbeit macht mir Spass!

Konfrontation mit der Unsicherheit: Ist Selbstständigkeit riskanter?

Aber ist das nicht sehr unsicher, wenn du eine eigene Firma hast, braucht man als Mama nicht die Sicherheit eines großen Unternehmens?

Das ist eine gute Frage, natürlich ist es nicht einfach, gerade am Anfang, wenn das Geschäft erst anlaufen muss, jeden Monat aufs neue dafür zu sorgen, dass meine Mitarbeiter und auch ich ihr Gehalt pünktlich bezahlt bekommen. Denn in unserem kleinen Team sind wir immerhin 3 Mütter, aber auch die anderen Menschen in unserem Team müssen ihre Fixkosten wie Miete und Co tragen.
Kontrolle über berufliche Entscheidungen – mehr Einfluss als Unternehmerin.

Aber in meinem eigenen Unternehmen habe ich doch mehr Einfluss auf das Geschehen, denn es kann nicht passieren, dass plötzlich ein neuer Investor alles bisher gewesenen über den Haufen wirft oder ein Abteilung plötzlich outgesourced wird oder ein Labor plötzlich geschlossen. Ich habe die Entwicklung selbst in der Hand und bin so sicherer als ich es in einem Konzern je sein könnte.

Menschlichkeit statt KPIs: Ein neuer Fokus im Business

Ein weiterer Grund ist, dass ich die Welt für meine Kinder wieder MENSCHLICHER gestalten will.
In meinen vergangenen 20 Arbeitsjahren, drehte sich die Welt fast ausschließlich um KPIs, Zahlen, Daten und Fakten, obwohl ich doch in einem „People Business“ gearbeitet habe.

Der Mensch war eigentlich nur “Erfüllungsgehilfe“ um die passenden Zahlen zu erreichen.

Ob er selbst oder der Mensch der die der KPI zugrundeliegende Tätigkeit, also zum Beispiel einen von 50 Akquisecalls am Tag, empfangen durfte, damit glücklich war: UNRELEVANT!

Das geht auch anders!

Mit unserer einzigen KPI: „Wieviele Menschen wir glücklich machen konnten!“ Versuchen wir dem Ziel, den Menschen in der Arbeitswelt wieder in den Mittelpunkt zu stellen, jeden Tag ein Stück näher.

Fazit: Als Vorbild voran

Ich bin überzeugt, wenn es uns als Gesellschaft gelingt, den Menschen mit seinen Träumen, Wünschen, Ideen uns Bedürfnissen wieder mehr in den Fokus zu stellen, als höher, schneller weiter, dann wird diese Welt für unsere Kinder wieder eine bessere werden. Und ich bin stolz darauf, dass ich als Gründerin von Lamm HR, meinen Teil dazu beitragen kann.